RÜCKSCHAU

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Weihnachtsfeier 2019

2019

Weihnachtsfeier 2019

Am 7. Dezember feierten wir unseren Jahresabschluss in der Halle Urberach (Foyerraum). Fast alle Gruppenmitglieder konnten teilnehmen. Nach einleitenden Worten unseres Vorsitzenden Arne Richter und kurzem Jahresrückblick gedachten wir den in 2019 verstorbenen Gruppenmitgliedern. Die durch diesen Verlust etwas gedrückte Stimmung ging über in einen gemütlichen Abend bei gutem Essen, guten Getränken und guten Gesprächen, die im Laufe des Abends immer lebhafter wurden. Mit dieser Feier endete ein für unsere Gruppe ereignisreiches Jahr. Die Pläne für das nächste werden auf dem Gruppenabend am 29. Januar 2020 vorgestellt. Immer gemäß unseres Mottos: "Wir bleiben stets unheilbar optimistisch"

Weihnachstfeier der MosaikSteine 2019

Herbstmarkt in Hainburg 2019

2019

Herbstmarkt in Hainburg 2019

Erstmals nahmen wir Mosaiksteine am Herbstmarkt in der Georg-Flor-Radsporthalle in Hainburg teil. Wie am jährlichen Rodgauer Ostermarkt, boten wir auch hier Blumengestecke und Handarbeiten an. Allerdings war die Nachfrage nach Blumengestecken der Jahreszeit entsprechend (Herbstanfang) nicht so groß wie am Ende des Winters, wenn man sich nach etwas Blühendem umschaut. Von daher war dieser Markt kein großer finanzieller Erfolg (der ja der Gruppenkasse zukommt), sondern eher eine Gelegenheit, uns als Gruppe zu präsentieren. Unter dem Strich war es aber eine erfolgreiche Veranstaltung, an der wir wahrscheinlich auch im nächsten Jahr auch wieder teilnehmen werden.

Unser Stand auf dem Herbstmarkt am Vormittag

. . . und am Nachmittag

Autofahren mit Behinderung 2019

2019

Nach dem Vortrag: v.l.: Arne Richter (Vorsitzender "Die Mosaiksteine), Dr. med. Hannelore Hoffmann-Born (VmCC), Anita Poschmann (Vorsitzende VdK Urberach), Susanne Prenzel (stellvertr. Vorsitzende "Die Mosaiksteine")

Autofahren bei Behinderung

Infonachmittag von VdK Urberach und der „MosaikSteine“ am 9. September in der Kelterscheune Urberach
Die Teilnahme am Straßenverkehr hat eine besondere Bedeutung gerade für Menschen mit krankheitsbedingt eingeschränkter Mobilität. Deshalb ist es für sie wichtig, möglichst lange fahrtauglich zu bleiben. Frau Dr. med. Hannelore Hoffmann-Born vom Verkehrsmedizinischen Competenz-Centrum (VmCC) wies in ihrem Vortrag in der Kelterscheune Urberach auf Risiken und Möglichkeiten für diesen Personenkreis hin. Das VmCC ist ein unabhängiges Institut und berät in allen Fragen rund um die Verkehrsmedizin.

Das Hauptaugenmerk in Deutschland liege auf der Fahrzeugsicherheit. Regelmäßige TÜV-Untersuchungen seien gesetzlich vorgeschrieben. Die Hauptunfallursache sei jedoch menschliches Versagen.
Dies sei keineswegs nur alters- oder krankheitsabhängig. Das Klischee: Je älter desto unsicherer wäre genau so unzutreffend wie die Aussage, dass testosterongesteuerte junge Erwachsene die Straße unsicher machten. Nicht das Alter oder die Krankheit sondern die begleitenden Einschränkungen im Zusammenspiel mit Medikamenten seien die Ursachen für kritische Situationen im Straßenverkehr.
Es sei eine Binsenweisheit: kranke Fahrer haben eine verlangsamte Reaktion, u. U. eine Sehschwäche oder nachlassende Fähigkeiten des Multitaskings. Das ließe sich kompensieren durch größeren Abstand zum Vordermann, geringerer Geschwindigkeit, durch Routine oder einfach durch geändertes Fahrverhalten: Nicht in den Spitzenzeiten fahren, nicht bei schlechtem Wetter oder wenn man sich schlecht fühle.
Hier gelte es, selbstkritisch zu sein. Man sei für sich und die Fahrsicherheit selbst verantwortlich. Jemand mit Beeinträchtigung müsse Vorsorge treffen, damit er Auto fahren könne. Wer z. B. ein Fahrzeug führe obwohl er dazu nicht in der Lage sei, etwa durch fahren mit akuten Sehstörungen oder fahren trotz akuten neurologischen Störungen (bei Schub), mache sich strafbar (§ 315 STVO). Außerdem hätte das auch versicherungsrechtliche Konsequenzen.
Erkrankungen könnten im Zusammenspiel mit Medikamenten das Unfallrisiko drastisch erhöhen. Notwendige Medikamente könnten zwar Krankheitssymptome bessern, ja sogar die Fahrtüchtigkeit wiederherstellen. Bestimmte Medikamente jedoch würden das Autofahren ausschließen (Barbiturate, Cannabis).
Die Einzelfallsituationen bei Erkrankungen müssten mit dem Arzt abgeklärt werden, inwieweit sie sich und die verabreichten Medikamente auf die Fahrsicherheit auswirkten. Gerade bei neurologischen Erkrankungen äußere sich die Krankheit in den verschiedensten Symptomen: Sehstörungen, Fatigue, Spastik, stark verlangsamter Reaktion (auch durch Medikamente).
Bei lediglich körperlichen Ausfällen gebe es technische Maßnahmen, fast alle körperlichen Mängel ließen sich ausgleichen. Auch hier gelte die Eigenverantwortlichkeit, jedoch sei es die gesetzliche Pflicht der Ärzte, Patienten in Punkto Fahrsicherheit aufzuklären. In besonders schweren Fällen gebe es Ausnahmen von der ärztlichen Schweigepflicht (Offenbarungsbefugnis). Das heißt der Arzt könne mit den Angehörigen sprechen, mit dem Ziel, dass von dieser Seite auf den Patienten eingewirkt würde. Nach Meldungen oder bei bestimmten Vorkommnissen (Unfall) veranlasse die Führerscheinstelle ein Gutachten zur Fahrttauglichkeit der Betroffenen.
Verschiedene europäische Staaten führten verpflichtende Untersuchungen älterer oder kranker Autofahrer durch. In der Schweiz z.B. müsse sich jeder Senior ab 75 Jahren alle 2 Jahre begutachten lassen.
In Deutschland sei das nicht der Fall. Hier gebe es die Möglichkeit einer freiwilligen Überprüfung der Fahrtauglichkeit, z. B. durch VmCC oder dem ADAC. Bei unklarem Ergebnis könne man eine Fahrverhaltungsbeobachtung entweder bei den genannten Institutionen oder bei einer Fahrschule seines Vertrauens veranlassen. Dies diene zur eigenen Sicherheit und natürlich zur eigenen Beruhigung, wenn die Fahrtüchtigkeit attestiert würde.

Zusammenfassung

  • Der behandelnde Arzt ist verpflichtet, den Patienten über seinen Gesundheitszustand aufzuklären und darauf hinzuweisen, dass er wegen seiner Krankheit, Behinderung oder Einnahme von Medikamenten nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen kann. Dieser Hinweis muss dokumentiert werden.
  • Ein Führerscheininhaber ist nicht verpflichtet, seine Krankheit der Führerscheinstelle zu melden. Im eigenen Interesse sollte er dies dennoch tun.
  • Jeder muss vor Antritt der Fahrt selbstkritisch prüfen ob er fähig ist, ein Fahrzeug zu führen.
  • Wer aufgrund von körperlichen oder geistigen Mängeln nicht mehr fähig ist, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen, muss sein Fahrzeug stehen lassen.
  • Wer nicht fahrtauglich ist und einen Unfall verursacht, macht sich strafbar. Außerdem ist mit versicherungsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
  • Wer fahruntauglich erwischt wird, kann den Führerschein entzogen bekommen.
  • Was die wenigsten wissen: Aufsichtspflichtige Angehörige und Betreuer können für Schäden haftbar gemacht werden.

Unser Sommerfest am 3. August 2019 an neuer Stätte

2019

Unser Sommerfest am 3. August an neuer Stätte

Erstmalig fand unser jährliches Grillfest auf dem Gelände der Kleingartenvereins Erlenwalde e. V. in Urberach statt. Der Wechsel war notwendig geworden, weil wir auf Barrierefreiheit angewiesen sind, die am bisherigen Ort nur eingeschränkt gegeben war.

Trotz des Ortswechsels gestaltete sich unser Sommerfest so, als hätte wir schon immer dort gefeiert. Die Stimmung war sehr gut. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück: schön aber nicht zu heiß.

Grillmeister und Getränkeservice wurden von Erlenwalde gestellt. Beide machten ihre Sache sehr gut. Es gab keine Versorgungslücken. Alles in Allem war unser Sommerfest eine gelungene Veranstaltung, die im nächsten Jahr an gleicher Stelle wiederholt werden soll.

Schöne Tage in Lobbach 2019

2019


Schöne Tage in Lobbach vom 19. bis 23. Juni

Vom 19. Juni bis 23. Juni verbrachten wir ein paar schöne Tage im Seminarhotel der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach bei Heidelberg. Die gemeinnützige Stiftung will zu einem barrierefreien Miteinander von Menschen mit Querschnittslähmung und Fußgängern beitragen. Dementsprechend sind alle Räumlichkeiten barrierefrei eingerichtet, es gibt verschiedene Kursangebote und Freizeitmöglichkeiten. Ideal also für eine gemischte Gruppe aus Betroffenen und deren Begleitern. https://www.manfred-sauer-stiftung.de/
Los gings am 19. Juni in Weiskirchen. In einem sehr modernen, zudem noch barrierefreien Bus (mit Alex als sehr angenehmen Busfahrer) fuhren wir staufrei über die Autobahn in Richtung Heidelberg nach Lobbach.
Nach der Ankunft am späten Vormittag konnten wir vorzeitig unsere Zimmer beziehen und zwischen Mittag- und Abendessen den Tag frei gestalten.
Am nächsten Morgen unternahmen wir den ersten Ausflug in die Umgebung. Auf dem Programm standen entweder eine Besichtigung von Schloss und Parkanlagen in Schwetzingen oder ein Besuch des Technikmuseums in Speyer. Vor allem die männlichen Mitglieder unserer Gruppe entschieden sich für Speyer. Der andere Teil blieb in Schwetzingen. Für unseren Busfahrer Alex war das kein Problem, die Örtlichkeiten liegen nah beieinander, so dass beide Aktivitäten zeitgleich unter einen Hut zu bringen waren.
Am Tag darauf ging es nochmals nach Speyer. Nach der Besichtigung des Domes teilte sich unsere Gruppe in Museumsbesucher (Historisches Museum) und Shopper. Zum Kaffeetrinken trafen wir uns in der Fußgängerzone, bevor wir wieder zurück nach Lobbach fuhren.
Natürlich stand auch Heidelberg auf unserem Reiseprogramm. Am 22. Juni war es soweit. Wir hatten eine „behindertengerechte“ Stadtführung organisiert. Die Fremdenführerin machte ihre Sache sehr gut. In einem auf die Kernstadt begrenzten Kurs erfuhren wir viel über die Geschichte Heidelbergs. Ärgerlich, aber nicht zu vermeiden, waren die Umstände für Rollstuhlfahrer. Was für’s Auge schön sein mag (Kopfsteinpflaster) und für einen historischen Ort angemessen, ist für Rollis äußerst unangenehm. Trotzdem war die Stadtführung ein voller Erfolg. Auf Empfehlung unseres Fahrers nahmen wir unser Mittagessen im Zeughaus, der Mensa der Heidelberger Universität. Nachmittags gab es zum Abschluss unserer Tour die obligatorische Schifffahrt auf dem Neckar. Leider bei regnerischem Wetter. Man könnte jetzt sagen: Der Himmel weinte zu unserem Abschied. Aber es war wohl nur ein meteorologisches Ereignis.
Unseren letzten Abend verbrachten wir wie an den Tagen vorher mit einem gemeinsamen, übrigens stets sehr leckeren Abendessen. Und wie in den Tagen vorher blieben wir danach noch lange in geselliger Runde und ließen den Tag ausklingen.
Am nächsten Tag fuhren wir gleich nach dem Frühstück wieder zurück in die Heimat. Geblieben ist die Erinnerung an ein paar sehr schöne Tage in der Gemeinschaft der Gruppe und der Wunsch, diese Erfahrung andernorts (oder in Lobbach) zu wiederholen.